VBA Preis- und Strukturumfrage 2026: Aktuelle Stand- und Abschleppkosten für Unfallgeschädigte
Ein Unfall ist schnell passiert – doch was viele Autofahrer nicht wissen: Die Kosten für Abschleppdienste und Standgebühren können je nach Bundesland, Fahrzeugtyp oder sogar Tageszeit stark variieren. Mit der neu veröffentlichten Preis- und Strukturumfrage 2026 des Verbandes der Bergungs- und Abschleppunternehmer e.V. (VBA) liegen nun aktuelle Richtwerte vor, die für Unfallgeschädigte und Versicherungen gleißnermaßen relevant sind. Doch was bedeutet das konkret für Sie als Betroffenen? Und wie vermeiden Sie, dass Sie überteuerte Rechnungen begleichen müssen?
Warum die VBA-Umfrage 2026 für Unfallgeschädigte entscheidend ist
Die alle zwei Jahre erschienene Preis- und Strukturumfrage (PuS) des VBA ist das Standardwerk für branchenübliche Preise im Bergungs- und Abschleppgewerbe. Auf Seite 20 der Umfrage finden sich dabei die aktuellen Standkosten – also die Gebühren, die anfallen, wenn Ihr Fahrzeug nach einem Unfall oder einer Panne auf dem Hof des Abschleppunternehmens zwischengelagert wird. Diese Kosten können schnell in die Hundert Euro pro Tag gehen, besonders bei größeren Fahrzeugen oder Sonderfällen wie Motorrädern oder Rollern.
Für Unfallgeschädigte ist diese Umfrage aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung:
- Transparenz bei der Schadensregulierung: Versicherungen orientieren sich oft an den VBA-Richtwerten, um die Angemessenheit von Abschlepp- und Standkosten zu prüfen. Wissen Sie, was branchenüblich ist, können Sie überzogene Forderungen leichter hinterfragen.
- Vermeidung von Überraschungen: Gerade bei Elektrofahrzeugen oder Schwerlastfahrzeugen (z. B. LKW oder Transporter) können besondere Sicherheitsvorschriften und technische Anforderungen die Kosten in die Höhe treiben. Die Umfrage gibt hier klare Orientierung.
- Rechtliche Absicherung: Sollte es zu Streitigkeiten mit der Versicherung oder dem Abschleppdienst kommen, dienen die VBA-Daten als anerkannte Referenz – sowohl vor Gericht als auch in Verhandlungen.
Hintergründe: Was die Umfrage 2026 neu regelt – und was Sie wissen müssen
Die aktuelle Umfrage wurde im Januar und Februar 2026 unter den VBA-Mitgliedern durchgeführt und deckt alle relevanten Leistungsbereiche ab – vom PKW-Auftragsbereich (bis 3,5 t zGM) bis hin zu Schwerlastkränen und Sondergeräten. Besonders interessant für Autofahrer sind jedoch die folgenden Aspekte:
1. Standkosten: Die oft unterschätzte Kostenfalle
Standkosten fallen an, sobald Ihr Fahrzeug nach einem Unfall oder einer Panne auf dem Gelände des Abschleppunternehmens abgestellt wird. Die VBA-Umfrage 2026 listet diese Kosten detailliert auf Seite 20 auf – und zeigt: Die Preise sind alles andere als einheitlich. Während für Pkw oft zwischen 20 und 50 Euro pro Tag anfallen, können es bei Lkw oder Wohnmobilen schnell 100 Euro oder mehr sein. Entscheidend ist hier:
- Fahrzeugtyp: Elektroautos erfordern oft spezielle Lagerbedingungen (z. B. wegen der Batterie), was die Kosten erhöht.
- Region: In Ballungsräumen wie Düsseldorf oder Neuss sind die Preise tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.
- Dauer der Lagerung: Je länger Ihr Fahrzeug steht, desto schneller summieren sich die Kosten. Tipp: Klären Sie mit Ihrer Versicherung sofort, wer die Rechnung übernimmt – und wie lange die Lagerung notwendig ist.
2. Abschleppkosten: Was ist „angemessen“?
Die VBA-Umfrage differenziert zwischen verschiedenen Einsatzszenarien – etwa dem einfachen Abschleppen nach einer Panne oder der aufwendigen Bergung nach einem schweren Unfall. Wichtige Faktoren, die den Preis beeinflussen:
- Entfernung: Kurzstreckenabschleppungen (z. B. zur nächsten Werkstatt) sind günstiger als Langstreckentransporte.
- Uhrzeit: Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge können die Kosten verdoppeln.
- Fahrzeugzustand: Bei beschädigten oder nicht fahrbereiten Fahrzeugen fallen oft zusätzliche Gebühren für die Bergung an.
Für Unfallgeschädigte ist hier besonders relevant: Die Versicherung muss die Kosten übernehmen – aber nur, wenn sie „notwendig und angemessen“ sind. Die VBA-Richtwerte helfen dabei, diese Grenzen zu definieren. Sollten Sie unsicher sein, ob die Rechnung Ihres Abschleppdienstes im Rahmen liegt, empfiehlt sich eine unabhängige Prüfung durch einen Kfz-Sachverständigen.
3. Besonderheiten bei Elektrofahrzeugen und Sonderfahrzeugen
Die Umfrage 2026 widmet sich erstmalig ausführlich den Herausforderungen bei Elektroautos und Hybridfahrzeugen. Aufgrund der hohen Spannung in den Batterien erfordern diese Fahrzeuge:
- Spezielle Abschleppfahrzeuge mit isolierten Ladeflächen.
- Geschultes Personal, das mit den Sicherheitsvorschriften vertraut ist.
- Längere Standzeiten, falls die Batterie beschädigt ist und entladen werden muss.
Die Folge: Die Kosten für Bergung und Lagerung von E-Autos liegen oft 20–30 % über denen von Verbrennern. Ähnliches gilt für Wohnmobile oder Wohnwagen, die aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts besondere Anforderungen stellen.
Experten-Tipp: So schützen Sie sich vor überhöhten Kosten
Als Unfallgeschädigter haben Sie das Recht, die Kosten für Abschlepp- und Standgebühren nicht einfach hinzunehmen. Mit diesen Schritten vermeiden Sie böse Überraschungen:
- Dokumentieren Sie alles: Machen Sie Fotos vom Unfallort, dem Fahrzeug und – falls möglich – vom Abschleppvorgang. So können Sie später nachweisen, dass die Bergung notwendig war.
- Fragen Sie nach dem Preis: Bevor der Abschleppdienst Ihr Fahrzeug transportiert, lassen Sie sich die voraussichtlichen Kosten schriftlich bestätigen. Vergleichen Sie diese mit den VBA-Richtwerten.
- Kontaktieren Sie Ihren Sachverständigen: Ein unabhängiger Kfz-Gutachter kann nicht nur den Schaden am Fahrzeug bewerten, sondern auch prüfen, ob die Abschlepp- und Standkosten im angemessenen Rahmen liegen. Besonders bei komplexen Fällen wie Leasingfahrzeugen oder Oldtimern ist eine professionelle Fahrzeugbewertung ratsam.
- Reagieren Sie schnell: Je länger Ihr Fahrzeug auf dem Abschlepphof steht, desto höher werden die Standkosten. Klären Sie mit Ihrer Versicherung, wie schnell eine Begutachtung oder Reparatur organisiert werden kann.
Fazit für Geschädigte: Warum die VBA-Umfrage 2026 Ihr wichtigster Verbündeter ist
Die VBA Preis- und Strukturumfrage 2026 ist mehr als nur eine Preisliste – sie ist ein wichtiges Instrument, um als Unfallgeschädigter Ihre Rechte durchzusetzen. Mit den aktuellen Richtwerten können Sie:
- überteuerte Rechnungen von Abschleppdiensten identifizieren,
- Ihre Versicherung mit fundierten Argumenten überzeugen,
- und im Streitfall vor Gericht oder in Verhandlungen bestehen.
Doch Achtung: Die Umfrage gibt nur Richtwerte vor. Im Einzelfall – etwa bei besonders teuren Fahrzeugen oder komplizierten Bergungen – können die Kosten abweichen. Hier hilft nur der Rat eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen, der Ihre Situation individuell prüft. Ob in Neuss, Düsseldorf oder Krefeld – wir von Gollenstede Sachverständigenbüro unterstützen Sie bundesweit mit neutralen Gutachten und fairen Bewertungen, damit Sie am Ende nicht auf den Kosten sitzen bleiben.
Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – bevor Sie eine Rechnung begleichen, die Sie nicht verstanden haben oder die Ihnen zu hoch erscheint.
Die aktuellen Daten der VBA Preis- und Strukturumfrage 2026 wurden erstmals auf der Seite des IWW Instituts veröffentlicht.
Was sind Standkosten beim Abschleppen und wer muss sie zahlen?
Standkosten sind Gebühren, die für die Zwischenlagerung Ihres Fahrzeugs auf dem Gelände des Abschleppunternehmens anfallen. In der Regel übernimmt die Kfz-Versicherung diese Kosten, sofern der Abschleppvorgang notwendig war (z. B. nach einem Unfall oder einer Panne). Die Höhe der Kosten variiert je nach Fahrzeugtyp, Region und Dauer der Lagerung. Die VBA Preis- und Strukturumfrage 2026 gibt hier aktuelle Richtwerte vor.
Warum sind Abschleppkosten für Elektroautos teurer?
Elektroautos erfordern aufgrund ihrer Hochvoltbatterien spezielle Sicherheitsvorschriften. Abschleppdienste benötigen isolierte Transportfahrzeuge, geschultes Personal und oft längere Vorbereitungszeiten. Zudem können beschädigte Batterien entladen werden müssen, was die Standzeit verlängert. Daher liegen die Kosten für E-Autos oft 20–30 % über denen von Verbrennern.
Darf ich den Abschleppdienst selbst auswählen?
Ja, als Fahrzeugbesitzer haben Sie das Recht, den Abschleppdienst selbst zu bestimmen – es sei denn, die Polizei ordnet aus Sicherheitsgründen (z. B. bei einer Blockierung der Fahrbahn) einen bestimmten Dienst an. In allen anderen Fällen können Sie den Anbieter frei wählen. Achten Sie darauf, dass dieser die VBA-Richtpreise einhält.
Was tun, wenn die Versicherung die Abschleppkosten nicht übernehmen will?
Falls Ihre Versicherung die Kosten ablehnt, sollten Sie zunächst prüfen, ob die Rechnung den VBA-Richtwerten entspricht. Ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger kann die Angemessenheit der Kosten bestätigen. Mit einem offiziellen Gutachten können Sie die Versicherung oft doch noch zur Übernahme bewegen. Im Streitfall hilft auch ein Anwalt für Verkehrsrecht.
Was sind Standkosten beim Abschleppen und wer muss sie zahlen?
Standkosten sind Gebühren, die für die Zwischenlagerung Ihres Fahrzeugs auf dem Gelände des Abschleppunternehmens anfallen. In der Regel übernimmt die Kfz-Versicherung diese Kosten, sofern der Abschleppvorgang notwendig war (z. B. nach einem Unfall oder einer Panne). Die Höhe der Kosten variiert je nach Fahrzeugtyp, Region und Dauer der Lagerung. Die VBA Preis- und Strukturumfrage 2026 gibt hier aktuelle Richtwerte vor.
Warum sind Abschleppkosten für Elektroautos teurer?
Elektroautos erfordern aufgrund ihrer Hochvoltbatterien spezielle Sicherheitsvorschriften. Abschleppdienste benötigen isolierte Transportfahrzeuge, geschultes Personal und oft längere Vorbereitungszeiten. Zudem können beschädigte Batterien entladen werden müssen, was die Standzeit verlängert. Daher liegen die Kosten für E-Autos oft 20–30 % über denen von Verbrennern.
Darf ich den Abschleppdienst selbst auswählen?
Ja, als Fahrzeugbesitzer haben Sie das Recht, den Abschleppdienst selbst zu bestimmen – es sei denn, die Polizei ordnet aus Sicherheitsgründen (z. B. bei einer Blockierung der Fahrbahn) einen bestimmten Dienst an. In allen anderen Fällen können Sie den Anbieter frei wählen. Achten Sie darauf, dass dieser die VBA-Richtpreise einhält.
Was tun, wenn die Versicherung die Abschleppkosten nicht übernehmen will?
Falls Ihre Versicherung die Kosten ablehnt, sollten Sie zunächst prüfen, ob die Rechnung den VBA-Richtwerten entspricht. Ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger kann die Angemessenheit der Kosten bestätigen. Mit einem offiziellen Gutachten können Sie die Versicherung oft doch noch zur Übernahme bewegen. Im Streitfall hilft auch ein Anwalt für Verkehrsrecht.